Donnerstag, 15. Oktober 2015

Tag 1359

Heute gibt mich der Vatter schon wieder ab. Er macht nämlich einen Kurzurlaub im Dreieck der Lagen Weile und wird sich auf dem Fettmarkt eine Bockwurst nach der anderen reinpfeiffen. 
Und ich musz wieder mit Harry Gedicht schreiben ... uuuha!

 

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Tag 1358

Ja ihr seht richtig, der Vatter knallt wieder in die Tasten, aber nur kurz, denn er zieht weiter und bleibt drei Tage wach!
An alle [aus Verzweiflung]: Lesen hilft!



 

Dienstag, 13. Oktober 2015

Tag 1357

Harry hat mir heute mitgeteilt, dasz Arbeit zu geistiger Verarmung, koerperlicher Erschoepfung und Negierung des Guten im Menschen fuehrt. Beszer also nicht dahin gehen. 
Lieber Gedichte lesen.



weil das publikum es so will

ich spring' auf die buehne und brech' mir ein bein
im publikum applaus, sie stimmen sich ein

dann sitzen zehn fette auf meinem gesicht
das publikum klatscht, mein schaedel zerbricht

dann wird mein koerper mit scheisze beschmiert
im publikum gelaechter, es wird applaudiert

dann kommen drei kinder, die zuenden mich an
das publikum johlt, fragt "wann sind wir dran?"

dann tritt das publikum auf mich ein
sie springen, sie schlagen, sie boxen, sie schrein

der hausmeister kuemmert sich um meine reste
im haus freut man sich schon auf die morgigen gaeste






 

Montag, 12. Oktober 2015

Tag 1356

Manchmal hat man einfach genug, dann wuenscht man sich ein schweres Baugeraet.



mit der asphaltwalze fahr ich die strasze entlang
egal was im weg steht, ich halte nicht an

smartphone und tablet und auch pc
ich fahr einfach drueber und mach daraus schnee

grauen schnee

autos und motorrad, elektrisches rad
mach daraus ein fladen, jetzt komm ich in fahrt

ich fahr an 'ner feinen gesellschaft vorbei
nun, fein sind sie gewesen, jetzt sind sie nur brei

der doctor, der anwalt und auch der pilot
alle ganz platt und alle ganz tot

es berichtet der pfaffe von armut in der welt
jetzt ist er platt, gab zuvor mir sein geld

da drueben gibt es feinkost und urlaub und spa
der ort ist nun flach und nichts wie es war

ein anderer will mir sicherheit verkaufen 
er war etwas langsam, liegt da nun als haufen

eine horde kommt zu mir und reicht mir die hand
ich ziehe kurz am lenker, da sind sie entmannt 

ich fahre, ich fahre, ich fahre durch die nacht
ich mit 'ner asphaltwalze?! wer haette das gedacht?...







Sonntag, 11. Oktober 2015

Tag 1355

Zu Beginn ein Zitat: 
"Peterchen, dein Butterbrot!" (Dr. Hasenbein zu seinem Sohn, ihm ein Butterbrot ueberreichend).
Danach ein Gedicht:


die jahre die da kommen
die jahre die noch bleiben
bis die jahre kommen
will ich mich an dir reiben

ob hitze oder kaelte
ob sonne auf, ob unter
schoen, dasz der herr dich stellte
da brauch ich auch nichts drunter

ein scharfer wind von osten
ein regen aus dem westen
mich kuemmern keine kosten
ich mach mir nichts aus westen

satin und cord und leder
watte, lack und pappmaschee
das trag ich vielleicht spaeter
ich weisz worauf ich steh

ob handmade oder china
ob bio oder pvc-geflecht
bei mir ist gutes klima
die farben, die sind echt

mein schoener wollpullover.









Samstag, 10. Oktober 2015

Tag 1354

Seit einer Woche nun schon keinen Alkohol getrunken.
In V-foermiger Formation fliegt das Federvieh in die Ferne.
Das Wetter hat den Abschaum(Mensch) in seine Bude zurueck verbannt. 
Endlich kann Hund mal wieder Hund sein. 
Ein, zwei Gedichte, das tut doch nicht weh!


augentropfen
ohrentropfen
tropfen die den darm verstopfen

feuerwaszer
zuckerwaszer
waszer nur fuer waszerhaszer

keine taszen
truebe taszen
taszen ohne henkel faszen

totenhemd
letztes hemd
ein hemd bei dem ein aermel brennt

souvenir
groszwesir
ein brot, das ich ohne butter schmier

penisneid
futterneid
mach' dich auf dem sofa breit! (Nehmen Sie Platz, der Herr!)

keine zeit
seine zeit
heut' nacht tanz ich im alu-kleid

wer spendiert getraenke?